Schriftliche Mitarbeiterbefragung
Die Mitarbeiter/innen der beteiligten Professionen/Berufsgruppen in der Versorgung von Menschen mit Demenz sind als zentrale Akteure im Demenz-Netz des Kreises Mettmann anzusehen, da sie mit der Erprobung der veränderten Versorgungsstrukturen direkt konfrontiert sind. Ihre Einschätzung der praktischen Umsetzung konzeptioneller Vorgaben ist als außerordentlich bedeutsam für die Bewertung der Netzwerkarbeit einzustufen, insbesondere um förderliche bzw. hinderliche Faktoren identizifieren zu können.
Dazu sind in der zweiten Phase der Evaluation zwei standardisierte schriftliche Befragungen der Mitarbeiter/innen vorgesehen. Sie finden im März und im September 2009 statt.
Im einzelnen stehen vor allem folgende Forschungsfragen zur Prozessqualität im Mittelpunkt der Erhebung:
- Wer wird durch die Arbeit des Demenz-Netz Kreis Mettmann über die beteiligten Akteure hinaus erreicht?
- Wie wirkt sich das Demenz-Netz auf träger- und professionsübergreifende Kooperationszusammenhänge aus?
- Welche Maßnahmen werden durch das Programm ergriffen?
- Wie vollzieht sich der Prozess notwendiger organisatorischer Veränderungen in der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einrichtungen und Berufsgruppen?
- Wie ist die Effektivität der im Demenz-Netz zu installierenden Informations- und Kommunikationswege zu bewerten?
- Welche förderlichen und hinderlichen Faktoren lassen sich aus der Sicht der am Demenz-Netz beteiligten Berufsgruppen feststellen?
- Wie bewerten die Mitarbeiter/innen der Projektgruppen, der Projektbüros sowie der dezentralen Informations-, Beratungs- und Betreuungsangebote in den Stadtteilen/Städten die Zusammenarbeit?
Angesprochen sind Mitarbeiter/innen in unterschiedlichen Diensten und Einrichtungen wie u.a. Sozialämtern, Pflege- und Wohnberatungen, städtischen Betreuungsstellen, Wohlfahrtsverbänden, ambulanten Pflegediensten, stationären Pflegeeinrichtungen, Tagespflegeeinrichtungen, Seniorentreffpunkten, Arztpraxen, Fachkliniken und dem sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamtes. Deren unterschiedliche Perspektiven in Bezug auf Nutzen, die Vor- und Nachteile für Mitarbeiter/innen sowie die Bewertung und ggf. Verbesserungsmöglichkeiten der Kommunikationsstrukturen sind von zentraler Bedeutung für die Bewertung des Demenz-Netzes im Kreis Mettmann.
Der Zugang zu den Mitarbeiter/innen erfolgt über die Projektbüros, über Anlaufstellen und Projektgruppen in den beteiligten Städten sowie die Kreisverwaltung. Zugänge zu niedergelassenen Fachärzt/innen für Allgemeinmedizin/Praktische Medizin und Neurologie konnten über die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein erreicht werden.
Die standardisierte schriftliche Befragung der Mitarbeiter/innen wird seitens des Instituts für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund durchgeführt. Die erhaltenen Daten werden entsprechend der Institution, der Qualifikation (insbesondere im Umgang mit demenzerkrankten Menschen), der Berufserfahrung und der Art und des Umfangs der Beteiligung am Demenz-Netz ausgewertet.


